HEADSHOT – Ein künstlerisches Zeichen gegen Femizide in Österreich
Gemeinsam mit meiner Frau Iris arbeiten wir am Kunstprojekt HEADSHOT, das sich mit der erschütternden Realität von Femiziden in Österreich auseinandersetzt. Wir porträtieren Frauen aus der Öffentlichkeit, die stellvertretend für jene stehen, deren Stimme durch Gewalt zum Verstummen gebracht wurde.
Unsere Portraits geben ihnen symbolisch eine Stimme zurück – sie machen sichtbar, was sonst oft im Verborgenen bleibt.
Die Technik und ihre Bedeutung
Die Aufnahmen entstehen in der Kollodium-Nassplatten-Technik von 1850. Jede Fotografie ist ein handgefertigtes Unikat auf empfindlicher Glasplatte. Die Zerbrechlichkeit des Materials spiegelt die Verletzlichkeit menschlichen Lebens und verstärkt die emotionale Wucht des Projekts.
Im Making-Of mit Proschat Madani erhält man einen Einblick in die Entstehung der ursprünglichen Portraits. Die gezeigte Glasplatte ist dort noch unversehrt – die bewusste Zerstörung und das Einfügen der Tatwaffe erfolgen erst später im Rahmen des künstlerischen Prozesses.
Die Bildserie
26 Bilder stehen für die 26 Frauen, die in Österreich im Jahresdurchschnitt Opfer eines Femizids, brutal ermordet wurden.
Ihre Portraits – fragile Unikate aus Glas – sind zerstört: Sprünge durchziehen die Gesichter, Risse schneiden ihre Züge. In jeder Glasplatte steckt sinnbildlich eine Mordwaffe: ein Projektil, ein Messer, ein Stück Plastik, das Leben ausgelöscht hat.
Unübersehbar. Brutal. Real.
Starke Stimmen für HEADSHOT
Für HEADSHOT sind bereits beeindruckende Frauen Teil der Serie – in der Reihenfolge ihrer Mitwirkung: Proschat Madani, Karin Teigl, Verena Mayr, Selina Graf, Kristina Sprenger, Julia Sobiezek, Julia Jelinek, Irmgard Griss, Martina Gleissenebner-Teskey, Barbara Tóth, Virginia Ernst, Mireille Ngosso, Teresa Vogl, Clara Luzia, Claudia Kottal und Michaela Kirchgasser.
Sie setzen mit ihrer Präsenz und Haltung ein klares Zeichen gegen Gewalt an Frauen und verleihen dem Projekt zusätzliche Kraft und Sichtbarkeit. Weitere Persönlichkeiten aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen sind aktuell in Planung.
Warum wir Unterstützung brauchen
Damit wir diese Serie vollenden und öffentlich ausstellen können, investieren wir unser gesamtes Herzblut und unsere Zeit. Ein Teil der Kosten wird durch eine Förderung des Landes OÖ gedeckt – für den verbleibenden Betrag brauchen wir zusätzliche Unterstützung:
Sponsor:innen, die das Projekt finanziell tragen
Menschen, die HEADSHOT weiterverbreiten und sichtbar machen
Institutionen, Galerien und Orte, die die Ausstellung zeigen möchten
Unterstützer:innen mit Ideen, wie das Projekt noch stärker wirken und mehr Menschen erreichen kann
Jede Form der Mitwirkung ist wertvoll.
Transparenz & Dank
Alle Unterstützer:innen halten wir über die Fortschritte des Projekts und kommende Ausstellungstermine auf dem Laufenden.
Wenn dich dieses Projekt berührt, freuen wir uns über jede Art der Unterstützung – finanziell, organisatorisch oder ideell.
Gemeinsam können wir ein Zeichen setzen: gegen das Vergessen, gegen die Gewalt, für Sichtbarkeit und Veränderung.
Vielen Dank für dein Interesse und deine Bereitschaft, dieses wichtige Projekt möglich zu machen.
Iris & Erik Diewald-Hagen
Kontakt:
E-Mail: [email protected]
Telefon (Iris): +43 699 132 88633
Telefon (Erik) +43 660 821 5251